Grundschule am Insulaner - Hanstedter Weg 11-15 12169 Berlin - 030 / 79 74 28 60
Unsere Grundschule am Insulaner
mit musikbetonten Zügen

Konzeption

Konzeption

Ergänzende Förderung und Betreuung an der Grundschule am Insulaner in Kooperation mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

Stand: November 2017


 

1) Vorstellung der Einrichtung

1.1) Träger

Der gemeinnützige Verein Stadtteilzentrum Steglitz e.V. engagiert sich seit 1995 im Berliner Bezirk Steglitz - Zehlendorf. Aufgrund seines breitgefächerten Angebotes im sozial-kulturellen Bereich (Kindertagesstätten, Jugendfreizeiteinrichtungen und Nachbarschaftstreffpunkte) wird eine Vielzahl von Bürgerinnen aller Altersstufen erreicht. Die umfassende Palette der Angebote ermöglicht eine Vernetzung und Zusammenführung der im Bezirk vorhandenen räumlichen und sozialen Ressourcen. Durch das Engagement an der Grundschule am Insulaner soll diese Entwicklung weitergeführt werden.

Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und im Verband für sozial - kulturelle Arbeit. Das Stadtteilzentrum Steglitz e.V. hat als Träger der freien Jugendhilfe einen angestellten Geschäftsführer und einen ehrenamtlichen Vorstand.

1.2) Lage

Die Grundschule am Insulaner liegt in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Unweit der Schule befindet sich der Insulanerberg.

1.3) Räumlichkeiten

An der Grundschule am Insulaner werden derzeit ca. 450 Kinder betreut, von denen ca. 220 die Ergänzende Förderung und Betreuung (EFöB) besuchen. Verteilt auf dem Außengelände liegen mehrere Häuser und eine Turnhalle. Die EFöB nutzt derzeit 6 Räume und das Büro im Haus III. Einige Räume werden gemeinsam mit der Schule genutzt. Das Gelände der Schule hat einen parkähnlichen Charakter. Im Schatten alter Bäume liegen das Abenteuerland und ein kleiner Teich. Verschiedene kleine Höfe bieten Rückzugsmöglichkeiten. Ein großer Schulhof mit Tartanbeschichtung lädt v.a. zum Fußballspiel ein.

1.4) Personal

Derzeit arbeiten in der EFöB 14 Erzieherinnen(1) in einem multiprofessionellen Team zusammen.

(1) Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf eine geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet. Die verwendeten Personenbezeichnungen sind geschlechtsneutral zu sehen.

Neben der persönlichen Eignung wird bei der Auswahl des Personals darauf geachtet, dass die Erzieherinnen mit ihren persönlichen Neigungen und Interessen eine Bereicherung für unsere Arbeit darstellen.

Wir bieten Praktikanten die Möglichkeit einen Einblick in die pädagogische Arbeit zu erhalten. 6 Erzieherinnen ergänzen täglich stundenweise die Arbeit in der VHG (verlässliche Halbtagsgrundschule). In einer Vereinbarung zwischen der ehemaligen Schulleitung, der ehemaligen Projektleitung der EFöB und dem Stadtteilzentrum Steglitz wurde festgehalten, dass der Großteil der Erzieherstunden in die Unterstützung der 1. und 2.Klassen fließt, da der Unterstützungsbedarf hier am größten ist. Einmal wöchentlich treffen sich Klassenlehrerinnen und Erzieherinnen zur Tandemsitzung, in der sozial- und schulpädagogische Konzepte gemeinsam geplant, strukturiert und ausgewertet werden.

Zur gemeinsamen Planung gehören:

  • Vorbereitung und Durchführung von Elternabenden
  • Vorbereitung und Durchführung von Elterngesprächen
  • Vorbereitung und Durchführung von Klassenfesten und Projekten
  • Beobachtungen und Reflexion über die Entwicklung einzelner Kinder
  • Gemeinsames Verfassen von Lernberichten
  • Dokumentation von Konfliktsituationen
  • Planung und Durchführung von Besuchen außerschulischer Lernorte
  • Vorbereitung und Durchführung von Lernausgangsuntersuchungen

Die Erzieherinnen unterstützen in den Klassen die Förderung von sprachlichen Fähigkeiten, in dem sie Kinder einzeln oder in Kleingruppen mit ausgewählten Materialien fördern oder beispielsweise lesen üben. Die spezielle Förderung einzelner Schülerinnen geschieht nach Absprache mit den Lehrkräften. Die Erzieherinnen führen soziale Lernspiele durch und sind Ansprechpartner für die Klärung von Konfliktsituationen unter den Kindern. So finden z.B. nach den Hofpausen Mediationen zwischen Kindern und Erzieherinnen statt, während die Lehrkraft bereits mit den übrigen Kindern den Unterricht beginnen kann. Konfliktsituationen werden lösungsorientiert gemeinsam mit den Kindern bearbeitet. Die Einführung eines Klassenrates hat sich häufig bewährt, um den Klassenverband zu fördern. In Form von Kennenlernspielen, Gruppenspielen, Gesprächsrunden über Gefühle, etc. fördern die Erzieherinnen Gruppenprozesse und die Kontaktaufnahme zwischen den Kindern. Die Vermittlung von Regeln zum Umgang miteinander, gemeinsame Lösungssuche bei Konflikten oder Problemen und die Entwicklung einer gegenseitigen Empathie haben einen hohen Stellenwert in der Arbeit der Erzieherinnen. Des Weiteren findet tägliche Hilfestellung bei der Stifthaltung, Ordnung der Schulmappe, etc. statt. Zudem gehen die Erzieherinnen mit den Kindern gemeinsam essen, sofern es die Unterrichtsplanung zulässt. Während der Religionsstunden betreuen die Erzieherinnen Kinder, die nicht am Unterricht teilnehmen. Sie fördern die Kinder in diesen Stunden bedarfs- und situationsorientiert (Gespräche über Einhaltungen von Regeln, Sprachlernspiele, u.ä.).

In der 6.Stunde werden 2 weitere Erzieherinnen eingesetzt, um Kinder aller Klassen bei Unterrichtsausfall betreuen zu können.

Um den Kindern der 2. Klassen den Übergang in die 3. Klasse zu erleichtern begleiten 3 weitere Erzieherinnen einige Wochen vor den Sommerferien die Bezugserzieherinnen regelmäßig in ihren Klassen. Nach den Sommerferien nehmen die neuen Erzieherinnen einmal wöchentlich für eine Unterrichtsstunde in den 3. Klassen teil. Auf diese Weise haben Lehrer und Kinder weiterhin einen festen Ansprechpartner.

Alle Mitarbeiter der EFöB nehmen an der wöchentlichen Teamsitzung teil. Hier werden anstehende Elterngespräche, Bedürfnisse der Kinder, Feste, Ferienplanungen, Neuigkeiten aus den pädagogischen Angeboten u.Ä. besprochen.

Regelmäßige Supervisionstermine und Fortbildungen sichern die qualitative Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.

Alle Erziehrinnen haben die Möglichkeit an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften des Stadtteilzentrum Steglitz teilzunehmen, um Konzepte zu entwickeln, sich auszutauschen, etc.

Die Projektleitung nimmt zudem an verschiedenen Ausschüssen und Gremien teil, um organisatorische und pädagogische Prozesse zu fördern und weiter zu entwickeln.

1.5) Modulzeiten

Die EFöB hat von 06:00-18:00 geöffnet. Folgende Module können beim Jugendamt beantragt werden:

Zeit

Modul

Ort

06:00-07:30 Uhr

Frühmodul

Haus 3

07:30-13:30 Uhr

Schulische Angebote (VHG)

Haus 3 und Schule

13:30-16:00 Uhr

Ganztagsbetreuung

Standorte der EFöB

16:00-18:00 Uhr

Spätmodul

Haus 3
 

1.6) Schließzeiten/Ferien

Die EFöB ist jährlich in den ersten 3 Wochen der Sommerferien und die gesamten Weihnachtsferien geschlossen. Bei Bedarf melden sich die Eltern für eine Notbetreuung frühzeitig bei der Projektleitung. Die Notbetreuung findet in einer der Einrichtungen des Stadtteilzentrum Steglitz statt. Die genauen Schließzeiten und auch das jeweils aktuelle Ferienprogramm sind im Internet und auch in der EFöB als Aushang zu finden.

1.7) Verpflegung

Alle Kinder unserer Einrichtung haben den Anspruch auf ein Mittagessen in der Mensa, welches von der Cateringfirma Luna bereitgestellt wird. Es gibt täglich zwei Essen zur Auswahl. Die Kinder wählen vor Ort, welches sie zu sich nehmen möchten. Die Kinder der 1. und 2. Klassen gehen gemeinsam in der 5. oder 6. Schulstunde mit ihren Bezugserzieherinnen essen, sofern die Unterrichtsplanung dies zulässt. Kinder der 3. - 6. Klassen gehen selbständig in der zweiten großen Hofpause oder nach Unterrichtsende essen. Die Mensa wird in dieser Zeit beaufsichtigt. Für Essensallergiker legen Eltern ein ärztliches Attest beim Caterer vor, um ein entsprechendes Essen zu erhalten. Den aktuellen Speiseplan sowie nähere Informationen zum Caterer finden Sie unter www.luna.de


2) Pädagogische Inhalte

2.1) Ziele unserer Arbeit

Unser Angebot orientiert sich am Berliner Bildungsprogramm für die offene Ganztagsgrundschule und zielt auf „die Stärkung der Urteilskraft, die Stärkung der Ausdruckskräfte und die Stärkung der sozialen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler" ab. (Berliner Bildungsprogramm, S. 22)

Um unsere räumliche und personelle Situation optimal nutzen zu können, haben wir uns für das Modell der offenen Arbeit entschieden.

Die Arbeit im offenen System ist die Grundlage unseres pädagogischen Handelns. Wir verstehen das Kind als selbständiges Individuum, welches aktiv seine Umwelt gestalten kann. Die traditionelle Gruppenarbeit wird daher aufgelöst und die Kinder entscheiden frei nach Interessen und Neigungen mit welchen Kindern/Erziehern und in welchen Räumen sie ihre Zeit verbringen möchten. Durch diese altermäßige Durchmischung der Kinder werden Teamkompetenzen gefördert, indem Absprachen getroffen und Aufgaben verteilt werden. Auf diese Weise fördern wir Partizipation, Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Kinder. Eigenes Denken, Fühlen und Handeln der Kinder werden somit in den Vordergrund gestellt. Durch die selbständige Einteilung der eigenen Freizeit lernen Kinder eigene Schwerpunkte zu setzen. Unsere unterschiedlich gestalteten Räume und das weitläufige Außengelände bieten vielfältige Spiel- und Handlungschancen. Dadurch werden den Kindern Freiräume angeboten, welche kindliche Entwicklungsprozesse fördern. Wir bieten sowohl die Möglichkeit eines angeleiteten Angebotes, als auch die Chance selbstgeleitete Lernerfahrungen zu machen. Wir greifen Ideen, Interessen und Bedürfnisse der Kinder auf und begleiten sie bei der Umsetzung. Erzieherinnen müssen hierbei ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen, um

den Kindern eigene Entfaltungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Innerhalb eines sicheren Rahmens lernen Kinder sich selbst zu organisieren. Hierbei bieten Regeln und bestimmte Abläufe im Tagesgeschehen (s. organisatorische Abläufe) Struktur und Orientierungshilfe. An Pinnwänden ist ersichtlich welche Angebote von den Erzieherinnen betreut werden. Die Arbeit im offenen System setzt gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung füreinander voraus. Wir fördern dies, indem wir Kinder so annehmen wie sie sind und uns an ihren Stärken orientieren.

2.2) Organisatorische Abläufe

Die EFöB hat von 06:00-07:30 Uhr und von 13:35-18:00 Uhr geöffnet und die Kinder werden je nach beantragtem Betreuungsmodul beaufsichtigt.

Um 06:00 Uhr öffnet der Frühdienst das Haus III. Hier werden die Kinder bis zum Unterrichtsbeginn um 07:50 Uhr von einer Erzieherin betreut. In dieser Zeit können sich die Kinder frei beschäftigen oder Aktivitäten wie jahreszeitliches basteln mit der Erzieherin wahrnehmen. Ab 07:30 Uhr beginnt die verlässliche Halbtagsgrundschule, d.h. auch Kinder ohne einen Vertrag mit der EFöB können im Haus III bis zum Unterrichtsbeginn betreut werden.

Nach Unterrichtsschluss um 13:35 Uhr melden sich alle Kinder der Klassenstufen 3-6 an der Rezeption im Haus III an. Beim Verlassen der EFöB müssen sie sich selbständig an der Rezeption abmelden. Die Kinder der Klassen 1 und 2 werden durch die Bezugserzieherinnen in der EFöB angemeldet. Abmeldungen erfolgen hier persönlich durch die Kinder an der Rezeption oder als schriftliche Information der Eltern an die Erzieherinnen. Vergessen die Kinder dies, sind die Erzieherinnen verpflichtet, dem telefonisch nachzugehen. Weitere Informationen zum An- und Abmelden finden Sie in der Elternfibel auf unserer Homepage.

In den Rezeptionsräumen hängt täglich das aktuelle pädagogische Angebot aus, so dass die Kinder wissen, welche Angebote im Zeitraum von 14-16 Uhr stattfinden. Die Übergangszeit von Unterrichtsschluss bis zum Öffnen der Angebote können die Kinder zum Essen, Austauschen und Entspannen nutzen.

Um 16 Uhr beginnt das Spätmodul. Die Kinder werden durch das Personal auf dem Hof oder im Haus III betreut.

2.3) Pädagogische Angebote

Unser offenes System bietet verschiedene Funktionsräume, die sich im Haus III befinden. Jeder Raum widmet sich einem Thema, beispielsweise wird in der Hobbybude die Kreativität gefördert. Wir sprechen somit verschiedene Bildungsbereiche an.

Alle Angebote werden von einem Pädagogen betreut und im Folgenden beschrieben:

Das Abenteuerland ist ein geheimnisvoller Ort: es ist unser Outdoorspielplatz im

Grünen, in Büschen und unter Bäumen.

Im Abenteuerland lernen Kinder zum Beispiel: Wie baut man eine stabile Hütte und wie reserviere ich eine Hütte? Welche Insekten kommen zu unseren Wasserlöchern? Wie pflanzt man schönes Blumenbeet und wie wird ein Wasserlauf angelegt? Wie gehe ich mit einem Schnitzmesser um und was kann ich damit herstellen? Was ist Wikingerschach? Was passiert mit getrockneter Matschpampe? Wie balanciere ich auf der Slackline?

Tatsächlich finden und erfinden die Kinder im Grünen jeden Tag vielfältige Abenteuer auf´s Neue: Sie beobachten und experimentieren mit der Natur: mit Schnecken, Insekten, Erde, Wasser oder Stöckern. Sie schnitzen, sägen und arbeiten mit unterschiedlichen Werkzeugen. Dabei erleben die Kinder unsere Umwelt mit Freude als Ort von Spiel und Spannung.

Sie machen hautnahe Erfahrungen mit vielen Sinnen und sie erwerben dabei ganz spielerisch vielfältige Kompetenzen aus dem naturwissenschaftlichen und dem sozialen Bereich.

Viele soziale Anlässe bietet das Abenteuerland ganz beiläufig wenn sich Kinder gegenseitig ihre Funde zeigen, wenn sie Hilfe der anderen Kinder beim Hüttenbau, beim Bau eines Wasserloches benötigen, oder wenn sie sich mit der gerechten Verteilung der vorhandenen Plätze und Gartengeräte beschäftigen.

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In der Hobbybude können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Hierbei werden verschiedene Bildungsbereiche angeregt. Insbesondere im Umgang mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien, bspw. beim Schneiden, Kleben, Malen, Falten, Auffädeln etc., wird die Feinmotorik gefördert. Zudem können verschiedene Techniken erlernt und geübt werden, wie z.B. Siebtechnik, Quilling, Häkeln, Nähen usw.

Durch ein altersgemischtes Miteinander erfolgt des Weiteren sowohl die Stärkung des eigenen Ichs im Sinne der Selbstkompetenz als auch der Sozialkompetenz. Die Kinder bekommen hier die Möglichkeit ihren eigenen Interessen nachzugehen und ihre Kompetenzen stets weiter auszubilden. Im Rahmen der Partizipation können die Kinder selbst mitentscheiden, welche Angebote stattfinden, ob sie an diesen teilnehmen oder sich ihren eigenen, kleinen Projekten widmen. Sie lernen: Was kann ich woraus und mit welchen Hilfsmitteln herstellen? Welche Ideen haben andere Kinder? Wann bin ich an der Reihe? Wo benötige ich Hilfe? Was mache ich, wenn mir etwas nicht so gut gelingt? Was kann ich besonders gut? Wie kann ich dies anderen Kindern vermitteln? Wieviel Material verwende ich, so dass für alle etwas übrig bleibt? Die Kinder werden vom anwesenden Pädagogen nicht nur angeleitet, sondern in ihren kreativen Schaffensprozessen begleitet. Ziel ist es, dass die Kinder sich zu selbstständigen, kreativen und selbstbewussten Persönlichkeiten entfalten.

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Im Fantasia können sich die Kinder frei beschäftigen. Verkleiden, mit Konstruktionsspielzeug den schiefen Turm von Pisa bauen, einkaufen im Kaufmannsladen- der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Gerne führen die Kinder auf den Podesten kleine Theaterstücke oder Zaubervorführungen auf. In der Holzküche werden erste Kocherfahrungen gesammelt.

Für viele Kinder ist dieser Raum ein Treffpunkt nach der Schule, um sich auszutauschen und den Nachmittag zu planen. Dieser Raum wird vor allem von den jüngeren Kindern genutzt, da die Spielmaterialien vielen aus dem Kindergarten bekannt sind.

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Der Turm (im Kindermund auch Toberaum genannt) ist unser sportliches Angebot im 1. OG mit vielen Mattenelementen, Bällen und anderen Spielmöglichkeiten. Neben den Freispielangeboten gibt es auch angeleitete Spiele, die von den jeweiligen Erzieherinnen individuell durchgeführt werden. Durch gezielte Übungen werden motorische Fähigkeiten gestärkt und Kinder entwickeln Vertrauen in sich und die eigenen körperlichen Fähigkeiten. Sie lernen eigene und Grenzen anderer Kinder kennen, welches zu einer gesunden Selbsteinschätzung beiträgt. Viele Kinder nutzen den Raum, um nach einem anstrengenden Tag unter Aufsicht einfach nur Kind zu sein und ihrem Bewegungsdrang nachzukommen. Sie spielen Spiele, bauen Höhlen, werfen sich Bälle zu, fangen an zu turnen oder tanzen einfach zur Musik.

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Die Wunderwelt gliedert sich in zwei Bereiche, die sich unterschiedlichen Themen widmen: einmal dem naturwissenschaftlichen Forschen und Experimentieren und zum anderen der Entspannung und Wahrnehmung beim sogenannten Snoezelen. Natur und Forschung

Im Bereich Naturwissenschaften beobachten wir bspw. Tiere, die in den vielfältigen Biotopen auf dem Schulhof und im schuleigenen Teich leben. Manchmal organisieren wir auch Tierbesuch von außerhalb. So waren z.B. schon Geckos, Schildkröten, Stabheuschrecken, Vögel, Hasen und Mäuse hier. Die Kinder besprechen gemeinsam Besonderheiten und Lebensweisen der Tiere und den respektvollen Umgang mit allen Lebewesen. In Experimenten erforschen wir die Elemente der Umgebung, z.B. fragen wir uns: warum kann man eine leere Plastikflasche mit Deckel nicht zusammendrücken, ist da vielleicht doch noch etwas drin? Wie kann man es anstellen, dass ein Fallschirm möglichst gut fliegt? Das probieren wir dann natürlich aus. Das Innenleben von technischen Geräten interessiert uns auch sehr, weshalb wir alte Computer, Schreibmaschinen und andere Instrumente auseinanderschrauben. Es ist erstaunlich, wieviel klitzekleine Schrauben, wunderschöne Spiralfedern und einzelne Knöpfe enthalten sind. Mit den Fundstücken und etwas Heißkleber können wir tolle neue Kunstwerke bauen, vom Roboter über die Raupe und Fliege bis zur ganzen Stadt aus Schrauben, Kondensatoren und Platinen. Was uns jeweils besonders gut gefällt wird in ein Quiz verarbeitet. Die Kinder erstellen gern selbst Matherätsel für alle anderen und überbieten sich im Lösen der einfachsten und auch der schwierigsten Aufgaben.

Snoezelen

Das Wort „Snoezelen" setzt sich aus den niederländischen Begriffen „snuffelen" (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen" (dösen, schlummern) zusammen. Beim Snoezelen geht es vor allem um die Tiefenentspannung. Wir möchten unseren Kindern die Möglichkeit geben nach einem anstrengenden hektischen Tag zur Ruhe zu kommen. Beim Snoezelen werden alle Sinne positiv angesprochen und führen durch gezielte Wahrnehmung der Sinnesreize zum Wohlbefinden und zur Tiefenentspannung. Hierzu finden auch verschiedene Angebote statt, wie bspw. Fantasiereisen, progressive Muskelentspannung, autogenes Training und Sinnesspiele. Über verschiedene Lichtquellen werden optische Eindrücke erzeugt und die visuelle Wahrnehmung angeregt. Massagen, sowohl aktiv als auch passiv, und unterschiedliche Materialien

geben Impulse zum Fühlen und Tasten. Musik und Geräuschspiele wiederum zielen auf das Hören und auch beim Riechen und Schmecken gibt es einiges zu entdecken.

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Speziell für die Kinder der Klassen 4-6 gibt es derzeit einmal wöchentlich ein Angebot. Eine Erzieherin hat hierfür mit den Kindern gemeinsam ausgearbeitet, welche Aktivitäten stattfinden: Vom gemeinsamen Entwickeln eines Theaterstückes, über Pizza backen, Besuch in der Imme - für jeden Geschmack sollte etwas dabei sein.

Neben den Angeboten in den Funktionsräumen finden in regelmäßigen Abständen Aktivitäten statt, wie z.B. Besuch am Schulteich, länderspezifisches kochen und backen, gesunde Ernährung, Tanzen.

Wir haben im Mai 2017 eine Kinderumfrage durchgeführt, an der sich 162 Kinder aller Klassen beteiligt haben. Auf diese Weise haben wir Wünsche bzgl. Angebote in den Ferien und im Schulalltag, Spielmaterialien und Ausflugsorte der Kinder ermittelt. Die wichtigsten Ergebnisse hängen in der EFöB aus und wir zeigen visuell welche Wünsche wir bereits umgesetzt haben. Dies werden wir in der Zukunft regelmäßig ausführen. Ansonsten gilt für alle unsere Angebote, dass sich die Kinder täglich aktiv einbringen können und wir aktuelle Bedürfnisse der Kinder aufgreifen. Alle 2 Monate erscheint ein Newsletter im Internet (s. Internetadresse S. 11), in dem über unsere pädagogischen Angebote, Feste, u.ä. berichtet wird. Zudem gibt es im Haus III zwei digitale Bilderrahmen, welche die schönsten Ganztagsimpressionen der Woche zeigen.

2.4) Events in der EFöB

Wir feiern jährlich ein großes Sommerfest. Die Eltern organisieren für das Fest der EFöB das Elterncafé.

Zweimal jährlich ehren wir im Rahmen einer großen Geburtstagsparty alle Geburtstagskinder.

Vor den Sommerferien findet ein Abschiedsevent wie Kanu fahren, Minigolf spielen o.ä. für die Kinder der 4.Klassen statt, da nicht mehr alle von ihnen die EFöB ab der 5.Klasse besuchen. In den Sommerferien findet eine Hortreise mit 40 Kindern und 4 Erzieherinnen statt.

Weitere Events sind auf der Homepage zu finden.

2.5) Regeln und Grenzen

Regeln und Grenzen sind unerlässlich, um ein rücksichtvolles und tolerantes Miteinander zu gewährleisten.

Gemeinsam arbeiten Kinder und Erzieherinnen an der Umsetzung und Einhaltung folgender Regeln:

  • Wir legen Wert auf einen freundlichen und höflichen Umgang miteinander.
  • Wir wenden keine Gewalt an.
  • Wir melden uns zuverlässig an der Rezeption an und ab und verlassen das Schulgelände nicht ohne Erlaubnis.
  • Wir gehen sorgsam mit Spielsachen und Materialien um und räumen diese nach Benutzung wieder an ihren Platz zurück.
  • Unsere Handys bleiben ausgeschaltet und in den Schulmappen verstaut. Wir benutzen sie nur nach Absprache mit der Erzieherin.

Weitere Regeln hängen in den Angebotsräumen aus.

2.6) Integrationsarbeit

Der Großteil der Integrationsarbeit findet im offenen System in der gesamten Gruppe statt. Das zu fördernde Kind bekommt individuelle Hilfen in alltäglichen Situationen angeboten. Die Hilfen sind von den Bedürfnissen, Interessen und Ressourcen des Kindes abhängig. Wir holen die Kinder dort ab wo sie stehen und arbeiten mit deren Stärken und Fähigkeiten. Hierfür wird gemeinsam mit den Eltern ein individueller Förderplan ausgearbeitet, der sich nach den Bedürfnissen des Kindes richtet. Dieser wird 2-3 mal jährlich evaluiert und angepasst, wenn Entwicklungen des Kindes oder Veränderungen in dessen Umfeld dies befürworten.

Eine Förderung in der EFöB umfasst u.a. folgende Bereiche:

  • Konzentrationsvermögen und Ausdauer
  • Stärkung der Frustrationstoleranz
  • Aufbau des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls
  • Grob-und Feinmotorik
  • Förderung des aktiven und passiven Wortschatzes
  • Kontaktaufnahme zu anderen Kindern
  • Mathematische Grundkenntnisse wie z.B. räumliches Denken
  • Lebenspraktischer Bereich

Die Integrationserzieherin begleitet die Kinder in alltäglichen Situationen, greift nach Bedarf ein oder hilft den Kindern die konfliktbehafteten Situationen zu verlassen um diese in einer ruhigeren Atmosphäre zu besprechen. In Rollenspielen, Gesprächen oder mittels spezieller Übungen werden gemeinsam mit dem Kind Lösungen erarbeitet. Wir unterstützen Kindern dabei ihre eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse wahrzunehmen und diese zu formulieren. Zweimal jährlich und nach Bedarf finden Elterngespräche statt. In regelmäßigen Abständen tauschen sich Lehrer und Erzieher über die Kinder aus. Die Sonderpädagogin der Schule und die Integrationsfachkraft der EFöB tauschen sich nach Bedarf aus.

2.7) Hausaufgabenbetreuung

Die Kinder haben die Möglichkeit Montag bis Donnerstag von 13:30-16:00 Uhr an den Hausaufgaben teilzunehmen.

Die Hausaufgabenbetreuung ist ein freiwilliges Angebot. Wenn Kinder an den Hausaufgaben teilnehmen sollen, obliegt dies in der Absprache zwischen den Eltern und ihrem Kind. Eine individuelle Förderung wie z.B. das Üben eines Diktates, o.ä. ist nicht gegeben. Trotz der Hausaufgabenbetreuung sollten sich Eltern von der Vollständigkeit und Richtigkeit der Aufgaben überzeugen. Gemeinsam haben Lehrerinnen und Erzieherinnen hierzu einen Hausaufgaben-Leitfaden entworfen (s. Schulhomepage).


3) Zusammenarbeit...

3.1) ... mit Eltern

Die EFöB versteht sich als Ergänzung zur elterlichen Erziehung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Um die Kinder bestmöglich zu fördern, werden Eltern in verschiedene Bereiche unserer Arbeit miteinbezogen.

Eine erfolgreiche, auf Vertrauen basierende Elternarbeit ist für die Sicherstellung unserer pädagogischen Arbeit unabdingbar und beinhaltet u.a. folgende Punkte:

  • GEV Ausschuss Ganztag: regelmäßige Sitzungen mit Elternvertretern um sich über Neuigkeiten, Anregungen usw. auszutauschen.
  • Elternbriefe mit aktuellen Informationen
  • Öffentlichkeitsarbeit Alle 2 Monate erscheint ein Newsletter auf der Homepage
  • Dokumentation der stattgefundenen Projekte und Events an den Pinnwänden der Einrichtung
  • Tür- und Angelgespräche
  • Bedarfsorientierte individuelle Gesprächstermine mit Erzieherinnen und/oder der Hortleitung
  • Elterngespräche mit Lehrern und Erziehern
  • Jährliche stattfindende Evaluation der Qualität der Arbeit in Form einer schriftlichen Abfrage
  • Möglichkeit der abstimmenden Teilnahme bei bestimmten Entscheidungsprozessen
  • Teilnahme der Erzieherinnen an Elternabenden der 1. und 2. Klassen
  • Regelmäßige Entwicklungsgespräche über Kinder mit erhöhten Förderbedarf
  • Mitwirkung an Festen durch das Elterncafé
  • Teilnahme am Tag der offenen Tür
  • Besuchsnachmittage, um einen Einblick in unseren Alltag zu bekommen
  • Einbeziehung von Eltern bei Ausflügen

Konstruktive Kritik an unserer Arbeit verstehen wir als Anregung, um unser Angebot zu reflektieren und unsere Konzeption regelmäßig weiterzuentwickeln.

Aktuell arbeiten wir daran Eltern verstärkt in Projekte, Ausflüge o.ä. einzubinden.

3.2) ... mit der Schule

In regelmäßigen Abständen tauschen sich Lehrerinnen und Erzieherinnen auf Gesamtkonferenzen, Dienstbesprechungen und Schulkonferenzen aus, um die gemeinsame Arbeit am Standort Schule-EFöB weiter zu entwickeln. Des Weiteren werden Erzieherinnen in Schulhilfekonferenzen und Elterngesprächen eingebunden. Diese werden gemeinsam vorbereitet. Die Erzieherinnen der 1. und 2.Klassen tauschen sich in wöchentlich stattfindenden Tandemsitzungen mit den Klassenlehrerinnen ihrer Klassen aus.

Erzieherinnen arbeiten gemeinsam mit Lehrkräften in verschiedenen Schulgremien wie z.B. Mensaauschuss mit.

In einer wöchentlichen Leitungsrunde von Schul- und EFöB Leitungen werden Neuigkeiten besprochen und gemeinsame Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Schulentwicklung getroffen. Des Weiteren nehmen die EFöB Leitung und die stellvertretende Leitung der EFöB wöchentlich an der Steuergruppe teil, in der an verschiedenen Prozessen gearbeitet wird.

Durch die Teilnahme der Schulleitung an den Teamsitzungen der EFöB (einmal monatlich) wird ein engerer, gemeinsamer Austausch geschaffen.

Zudem nehmen die Schul- und EFöB Leitung an regelmäßigen Fortbildungen teil, um die qualitative Arbeit stetig weiterzuentwickeln.

3.3) ... mit anderen Einrichtungen

Wir arbeiten mit verschiedenen Beratungsstellen zusammen und tauschen uns in regelmäßigen fachübergreifenden Arbeitsgemeinschaften und Ausschüssen mit Mitarbeitern des Trägers aus. Die Arbeitsgemeinschaften finden zu unterschiedlichen Themen statt, z.B. Integrationsarbeit, Gesundheit der Mitarbeiter, Weiterentwicklung des Leitbildes, o.ä. Alle Mitarbeiter des Stadtteilzentrums können teilnehmen.

Regelmäßig in den Ferien findet im Kinder-und Jugendhaus Immenweg (kurz: Imme) eine gemeinsame Disko statt. Die Mitarbeiterinnen der Imme unterstützen uns bei unseren Festen durch Schminkaktionen, Auftritten o.ä.

Auf Wunsch der Kinder besuchen wir mit den Viertklässlerinnen die Imme, da nicht alle Kinder nach der 4.Klasse weiterhin die EFöB besuchen und auf diese Weise die Imme näher kennenlernen können.

Die Mitarbeiter der EFöB haben die Möglichkeit in anderen Einrichtungen des Trägers zu hospitieren, um sich mit anderen Pädagogen auszutauschen, Anregungen für die eigene Einrichtung mitzunehmen und sich ein Bild über die Arbeit innerhalb des Trägers machen zu können.

Ein jährlich stattfindender Fachtag für alle Mitarbeiter des Trägers fördert den kollegialen Austausch.


4) Öffentlichkeitsarbeit

Ein wichtiger Grundsatz unseres Trägers und seiner Projekte ist die Transparenz der Arbeit.

Um Eltern und Interessierten einen Einblick in unsere Arbeit zu gewährleisten, stellen wir folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Organisatorisches und aktuelle Beiträge zu unserer Arbeit sowie der Arbeit des Stadtteilzentrum Steglitz e.V. finden Sie auf der Homepage unseres Trägers www.stadtteilzentrum-steglitz.de
  • Informationen zur Schule und zur EFöB finden Sie auf der Homepage der Grundschule am Insulaner www.grundschuleaminsulaner.de/
  • Alle zwei Monate erscheint der Happylaner Newsletter. Dieser informiert über stattgefundene Projekte und anstehende Events. Der Newsletter ist auf den beiden o.g. Webseiten zu finden.
  • Weitere interessante und aktuelle Informationen sind außerdem an den Informationswänden in Haus III nachzulesen.