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Medienpädagogische Projekte mit Kindern

Medienpädagogische Projekte mit Kindern

Konzept
Stand: 26. Februar 2018 Verfasst von: Frau Hyosook Klich 

Das medienpädagogische Konzept richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Grundschule am Insulaner. Es können alle Hortkinder kommen und mitmachen. Das Projekt findet am Montag und am Dienstag von 14:00 bis 16:00 Uhr statt.

An diesen Tagen findet die AG im Haus III, EG in dem Raum Wunderwelt statt. Hier sind fünf Rechner mit einigen Anwendungsprogrammen installiert.

In der AG erfahren und entdecken die Schülerinnen und Schüler ihre heutige Medienlandschaft auf eine selbstbestimmende und kreative Art und Weise. Hier wird die Vielzahl der heutzutage angebotenen Medienformen in Projektarbeit und in Kleingruppen erforscht. Die dabei entstehenden Fragen der Kinder werden altersentsprechend beantwortet und angemessen begleitet. Das Projekt ist eine nachhaltige medienpädagogische Arbeit. Sie entwickelt keine Vorzeigeprojekte, die ausschließlich der Öffentlichkeitsarbeit dienen und den Fokus möglicherweise auf den ausführenden Pädagogen lenken.

Das Projekt befähigt Kinder, sich souverän und aktiv mit den Neuen Medien auseinanderzusetzen, dabei aber mit einem kritischen und reflektorischen Blick auf ihre Medienwelt zu schauen. Sie sollen nach eigenen inhaltlichen Vorstellungen die Themen aussuchen, mit denen sie sich befassen wollen und ihre Kreativität entdecken und eine soziale verantwortliche Haltung entwickeln. Außerdem sollen sie sich mit gesellschaftlichen Inhalten partizipatorisch auseinandersetzen, indem sie die gegebenen Informations- und Kommunikationsstrukturen der heutigen Medienlandschaft analysieren und verinnerlichen.
Dadurch verlieren die Kinder ihre Ängste, sich mit Medien im Allgemeinen zu beschäftigen. Sie zeigen dabei Kompetenzen und sind aktiv im Umgang mit den Neuen Medien. Sie erfahren, dass es nicht um das wahllose konsumieren geht, sondern dass das bisher „verbotene“ Medium Computer und Internet zu einem Arbeitsmittel verstanden wird, um sich auf eine neue moderne Art auszudrücken und sich zu informieren.

Das Projekt ist immer bedacht Medienkompetenz in einem Bezug zum Alter und Entwicklungsstand des Kindes zu betrachten. Eine entwicklungsgemäße Förderung von Medienkompetenz und des Medienumgangs in der speziellen Altersgruppe, ist hierbei immer zu berücksichtigen. Medienkompetenz wird hier sehr natürlich im alltäglichen Rhythmus der Einrichtung integriert. Es bedarf keiner besonderen Technik. Es handelt sich um kleinere und regelmäßige Projekte, die im Alltag integrierbar sind. Hier wird geschaut, dass die Kinder die heutige Medienwelt hinterfragen. Es wird das Interesse des Kindes zur Medienwelt der heutigen Gesellschaft berücksichtigt. Denn nur so lernen sie auch zu hinterfragen, um sich darin sicher bewegen zu können. Das Projekt vermittelt den Schülerinnen und Schülern, dass der eigene Umgang mit Computern wichtig ist und nicht davon abhängt, wie es Andere machen. Sie lernen, dass jeder einzelne seinen persönlichen Zugang finden muss, um verantwortungsvoll mit den Medien umzugehen.

Sie erfahren hier Medienkompetenz, die mit Selbstverantwortung arbeitet und werden dabei pädagogisch, mit Blick auf ihre aktuellen Interessen hin, begleitet. Die heutige Jugend möchte weiterhin neugierig auf die Medien schauen und uneingeschränkt erkennen und hinterfragen, um einen guten persönlichen Umgang zu finden.

Das Projekt gibt ihnen die Chance, ihren natürlichen Wissensdrang und das Interesse an den Medien auszuleben, indem sie sich eigenverantwortlich mit viel Freude kreativ austoben können. Medienpädagogische Arbeit bedeutet immer, dass die Ideen und Wünsche der Kinder, das Arbeitsmittel darstellt, mit dem sich beschäftigt wird. Mit welchen technischen und medialen Mitteln gearbeitet wird, hängt gewöhnlich von der Kreativität der Umsetzung des jeweiligen Kindes und der Gruppe ab.

Die Schülerinnen und Schüler gehen dabei eigenständig vor, um nach ihren persönlichen Möglichkeiten und damit verbundenen Lösungswegen zu suchen. Das Projekt hat hierbei die Aufgabe, sie entsprechend zu unterstützen. Die persönlichen Erwartungen des Pädagogen in Hinblick der professionellen Umsetzung müssen zurückgeschraubt werden. Am Ende identifiziert sich die Gruppe allein mit dem selbstgewählten Thema denn nur so kann das Kind Medienkompetenz erleben und diese verinnerlichen.

Ob das Ergebnis technisch dem neusten Standard entspricht und mit tollen Effekten arbeitet, ist zweitrangig. Vielmehr hat das Projekt das Ziel, den Kindern aufzuzeigen, dass sie „Alles-selbst-gemacht“ haben, von der Ideenfindung bis hin zur Realisierung und zum Ergebnis. Denn nur so funktioniert ein medienkritischer Blick mit selbstreflektorischem Handeln. Sich weiterhin sicher und selbstbewusst in der heutigen Medienwelt zurechtzufinden, ist das Ziel dieses Angebotes.